MOF#021 Welche Kamera soll ich für den Start in die Fotografie kaufen?

Die wohl am häufigsten gestellte Frage in Hobbyfotografen-Foren: „Ich möchte mit der Fotografie anfangen. Welche Kamera ist die beste für mich?“. Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Aber dieser Artikel hilft dir bei der Orientierung: 

Die beste Anfängerkamera für dich ist die, mit der du am meisten Spaß hast. Kameras machen alle gute Bilder heutzutage. Solange die Kamera, die du dir zulegst, nicht älter ist als – sagen wir – 5 Jahre, und solange sie nicht billiger ist als – sagen wir – 300€ gebraucht (500€ neu), kannst du nicht viel falsch machen. Am besten gehst du mal in ein gutes Foto-Fachgeschäft mit persönlicher und individueller Beratung, die sich auch Zeit nimmt, und lässt dir mal einige Kameras in die Hand geben. Dann merkst du, mit welcher du schnell warm wirst und mit welcher nicht. Sony z.B. hat nicht unbedingt die intuitivste Menüstruktur und Knopfbelegung, ist dafür technologisch aber weit vorn. Canon ist technologisch eher konservativ, hat aber das weitaus ausgereiftere Bedienkonzept. Nikon ist wie Canon, nur anders. 😉 Aber mit denselben Unterschieden zu Sony: Sony ist noch relativ neu auf dem Kamera-Markt (ich spreche hier von Spiegelreflex- und spiegellosen Systemkameras, nicht von Kompaktkameras oder dergleichen), Canon und Nikon sind schon ewig mit dabei. Dann gibt es noch Fujifilm. Oft unterschätzt, aber das sind super Kameras, besonders auch zum Lernen, weil du da schon tolle JPEGs raus bekommst, ohne dass du nachbearbeiten musst. Panasonic und Olympus kannst du dir auch mal angucken. Durch das kleinere Sensorformat (Micro Four-Thirds) sind sie kompakter und leichter als die vorher genannten mit ihren APS-C- oder sogar Vollformatsensoren. Kleinere Sensoren haben aber auch Nachteile in Sachen Bildqualität und Bildgestaltungsmöglichkeiten. Das würde jetzt hier aber zu weit führen, darauf im Detail einzugehen.

Weißt du schon, was du gerne fotografieren möchtest? Das würde bei der Auswahl der für dich geeigneten Sensorgröße sehr helfen.

Abgesehen von der Sensorgröße ist auch die Entscheidung, ob es eine DSLR (digitale Spiegelreflexkamera) oder eine DSLM (spiegellose Systemkamera) werden soll, nicht unwichtig. Zu den Vor- und Nachteilen beider Varianten habe ich hier schonmal einen Beitrag verfasst:

MOF#013 Spiegellose Systemkamera (DSLM) – Lohnt sich der Umstieg von der DSLR für mich?

Die Wahl der Kamera ist wichtig dafür, ob du Spaß beim Fotografieren hast oder nicht.

Für die Bildqualität ist aber die Wahl der Objektive viel entscheidender. Hier aber hilfreiche Tipps zu geben, ist sehr viel leichter, wenn du schon ungefähr sagen kannst, in welche Richtung es gehen soll. Tiere, Menschen, Landschaft, Architektur, Makro, Astro…..?

Grundsätzlich kann man sagen, machen billige Objektive wenig Spaß und können einem sogar den Spaß an der Fotografie nehmen! Besonders bei Zoomobjektiven. Sind die billig, sind sie nur in sehr gutem Licht zu gebrauchen und auch da meist nicht besonders scharf. Wenn du sehr aufs Geld schauen musst, dann fang (unabhängig davon, was du fotografierst) mal mit einem 50mm f/1.8 an. Das ist sehr lichtstark, du hast also die Möglichkeit, bei nicht so gutem Licht noch schöne Bilder zu machen. Außerdem kannst du mit der großen Offenblende die Bilder mittels Unschärfe schön gestalten, was bei kleineren Offenblenden (f/4, f/5.6…) nicht so gut möglich ist. 50mm ist eine ganz gute Brennweite für Tier, Mensch, Stilleben, weniger für Landschaft, und bei Architektur eher für die Details als fürs Große Ganze. Zumindest, wenn du eine Kamera mit APS-C-Sensor, wie z.B die Sony A6000, die Canon EOS 750D, die Nikon D5300 oder so etwas nimmst. Der große Vorteil dieser Standard-Linsen mit 50mm f/1.8: Sie sind meist sehr preisgünstig bei guter Abbildungsleistung und eben großer Lichtstärke. Sie haben das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, das es bei Objektiven gibt. Meist bekommt man sie für 100-150€. Bei Canon sogar noch drunter. Hier mal als Beispiel mein Test des 50mm f/1.8 von Sony. Das ist zwar für Vollformat, kann aber ebenso gut an einer APS-C-Kamera von Sony betrieben werden.

Hier nicht erwähnte Kamerahersteller oder -modelle sind natürlich deshalb nicht schlechter. Ich habe hier nur Beispiele erwähnt, keinen umfassenden Vergleich machen wollen.

Tja… ich hoffe, das hat dir schonmal ein bisschen geholfen. Wenn du weitergehende Beratung brauchst, kannst du dich gerne direkt an mich wenden, denn Die Eine Antwort auf die Frage, welche Kamera bzw. welches Kamerasystem für dich am geeignetsten ist, gibt es leider nicht. Benutze dazu bitte das folgende Angebot:

Individuelle Kamerakauf-Hilfe per Skype / Telefon

39,00  inkl. MwSt.

Beschreibung

Sehr oft erreichen mich Fragen wie „Welche Kamera kannst du mir empfehlen?“, „Welches Objektiv ist das geeignetste?“ – Gerne gebe ich Empfehlungen, jedoch hat das nur Sinn, wenn ich individuell auf die Bedürfnisse des Fragestellers eingehe, nach Details frage wie Einsatzzweck, Budget, persönlichen Vorlieben usw.  Sonst ist so eine Empfehlung nichts wert oder kann sogar kontraproduktiv sein. Diesen Service biete ich dir hier an. Eine individuelle Hilfe zur Kaufentscheidung für Kamera, Objektiv oder auch für eine Blitzausrüstung.

  • DSLR, spiegellose Systemkamera oder doch lieber eine preisgünstigere Bridgekamera oder Kompakte?
  • 1″, MFT, APS-C, Vollformat, Mittelformat – was passt am besten zu deiner Fotografie?
  • Welche Objektive sind für deine Art der Fotografie und dein Budget die sinnvollsten?
  • Welches Kamerasystem ist für dein Budget die beste Wahl, auch langfristig, wenn man die Zubehörpreise bedenkt?
  • Mit welcher Blitzausrüstung erreichst du den Bildlook, den du erreichen möchtest?

Du kannst auf sozialen Netzen pauschal fragen „Welche Kamera würdet ihr empfehlen?“. Dort bekommst du -zig völlig unterschiedliche, teils widersprüchliche Antworten, meist noch ohne Begründung, und hinterher bist du so schlau wie vorher.

Alternativ telefonierst du einfach mit mir für ein paar müde Euro. Ich stelle dir genau die richtigen Fragen, und am Ende des Gesprächs, für das ich mir die Zeit nehme, die wir brauchen, empfehle ich dir genau die Ausrüstung, die zu dir passt. Ohne gute Beratung gibst du den Preis für diese Beratung vielleicht 10- oder 100-fach aus, weil du zunächst die falsche Kamera kaufst!

Bei der Beratung bin ich (fast) herstellerunabhängig. „Fast“ deshalb, weil ich natürlich nicht mit allen Kameras dasselbe Erfahrungslevel habe. Ich empfehle aber nicht nur Kameras, die ich selber nutze. Und ich werde von keinem Hersteller für eine Empfehlung begünstigt.

Terminvereinbarung:

Bitte antworte auf deine Bestellbestätigungs-Email mit einer kurzen formlosen E-Mail:

  • 3 zeitnahe Terminvorschläge, die dir passen
  • deine Rückrufnummer / Skype-ID

Ich antworte dir dann umgehend mit der Bestätigung für einen der Termine oder ggf. drei Gegenvorschlägen. Zum bestätigten Termin werde ich dich dann anrufen.

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Sensorstaub-VisualisierungHighspeed-Fotografie mit Daniel Hertrich